Friederike Starkloff und Endri Nini
18. Juli um 19:30 – 21:30

SA 18.7.26, 19:30 Uhr, Schloss Nymphenburg, Johannissaal
Friederike Starkloff und Endri Nini
Werke für Violine und Klavier von Schubert, Ravel und Respighi
Das langjährige Duo Friederike Starkloff (Violine) und Endri Nini (Klavier) interpretiert drei Werke, die Klangfarben, Emotion und musikalische Fantasie auf ganz unterschiedliche Weise entfalten.
Ravels Violinsonate öffnet mit ihrem unverwechselbaren Farbenreichtum den Raum des musikalischen Impressionismus. Berühmt ist besonders ihr mitreißender Mittelsatz, in dem Ravel mit Anklängen an den Blues überraschend moderne Klangwelten aufscheinen lässt. Auch Schuberts Fantasie in C-Dur lebt von ihrer außergewöhnlichen Form: Statt klassischer Satzfolge entstehen frei fließende musikalische Episoden, die sich zu einem großen Spannungsbogen verbinden. Das Liedzitat „Sei mir gegrüßt!“ wird dabei zum poetischen Leitmotiv eines klangvollen musikalischen Aufbruchs.
Eine selten zu hörende Entdeckung ist schließlich Respighis Violinsonate von 1917. In weiten melodischen Bögen und üppiger Klangsprache entfaltet sich eine leidenschaftliche Musik, die im Finale – einem großen Variationssatz – zu einem eindrucksvollen Höhepunkt findet.
Programm
Maurice Ravel (1875–1937)
Sonate für Violine und Klavier
Allegretto
Blues
Perpetuum mobile. Allegro
Ottorino Respighi (1879–1936)
Sonate für Violine und Klavier h-Moll (1917)
Moderato
Andante espressivo
Passacaglia. Allegro moderato ma energico
— Pause —
Franz Schubert (1797–1828)
Fantasie für Violine und Klavier C-Dur D 934
Die Geigerin Friederike Starkloff möchte mit ihrem facettenreichen und virtuosen Spiel die Vielschichtigkeit und Tiefe der Musik unmittelbar erfahrbar machen. 1990 in Chemnitz geboren, erhielt sie ab dem fünften Lebensjahr Unterricht bei Wolfgang Marschner und Ariane Mathäus an der Pflüger-Stiftung in Freiburg. Ihr Studium absolvierte sie bei Rainer Kussmaul in Freiburg sowie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Antje Weithaas, deren Assistentin sie von 2017 bis 2022 war.
Sie ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe, darunter der 2. Preis beim Internationalen Violinwettbewerb Leopold Mozart in Augsburg (2009), der 3. Preis beim Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb Leipzig (2010), der Jacques-Thibaud-Grand-Prix beim Long-Thibaud-Crespin-Wettbewerb in Paris (2014) sowie der 3. Preis beim Jean-Sibelius-Wettbewerb in Helsinki (2015). Daraus entstanden u. a. CD-Aufnahmen mit Violinsonaten von Mozart (mit José Gallardo) sowie ein Duo-Album mit Werken von Ysaÿe und Marschner mit Myvanwy Ella Penny.
Mit 24 Jahren wurde sie Erste Konzertmeisterin der NDR Radiophilharmonie Hannover, als jüngste Konzertmeisterin eines deutschen Rundfunkorchesters. Seit der Saison 2023/24 ist sie Erste Konzertmeisterin des Sinfonieorchesters Basel. Außerdem tritt sie als Solistin und Kammermusikerin auf. Sie spielt eine Geige von Meike Finckh (2021).
Der Pianist Endri Nini ist international sowohl als Solist als auch als Kammermusiker gefragt. Er gewann zahlreiche Preise bei renommierten Wettbewerben, darunter beim Concours International de Piano d’Île-de-France in Paris, beim Premio „Trio di Trieste“ sowie beim Internationalen Kammermusikwettbewerb Kiejstut Bacewicz in Łódź.
Der in Albanien geborene Musiker studierte bei Sontraud Speidel, Kevin Kenner und Bernd Goetzke und erhielt wichtige künstlerische Impulse u. a. von Stephen Kovacevich, Aldo Ciccolini und András Schiff. Seine kammermusikalische Ausbildung vertiefte er in Hannover bei Markus Becker und Oliver Wille.
Als Kammermusiker arbeitete er mit Künstlern wie Albrecht Mayer, Sabine Meyer, Sharon Kam, Daniel Rowland und Gustav Rivinius sowie mit Ensembles wie dem Eliot Quartett und dem Quartet Berlin-Tokyo zusammen. Von 2012 bis 2018 war er Gründungsmitglied des Flex Ensembles, das u. a. den Internationalen Schumann-Kammermusikpreis Frankfurt und den Gianni Bergamo Classic Music Award gewann.
Endri Nini konzertierte in Sälen wie dem Concertgebouw Amsterdam, der Alten Oper Frankfurt und der Meistersingerhalle Nürnberg. Er unterrichtet Kammermusik an der Hochschule für Musik und Theater Rostock und ist künstlerischer Leiter des Himara International Music Festivals.
