Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

Alinea Quartett

2. August um 20:00 22:00

Foto: Elza Loginova

SO 2.8.26, 20:00 Uhr, Schloss Blutenburg, Schlosshof

Alinea Quartett

Streichquartette von Schubert, Vasks und Brahms

Ein Streifzug durch die Entwicklung des Streichquartetts: Das Programm des Alinea-Quartetts spannt einen Bogen von den experimentellen Anfängen der Gattung bis zu ihrer konzentrierten romantischen Ausprägung und setzt mit gardensongs von Paul Novac (2024) einen zeitgenössischen Akzent.
Den Auftakt bildet Franz Schuberts geheimnisvoller Quartettsatz c-Moll von 1820 – ein Fragment, das dennoch zu seinen faszinierendsten Kammermusikwerken zählt. Zwei gegensätzliche Klangwelten prallen hier aufeinander: ein unruhiges Tremolo-Motiv und ein sehnsuchtsvolles Liedthema. Mit Joseph Haydns Quartett C-Dur op. 20 Nr. 2 erklingt ein Meilenstein der Quartettgeschichte. Die 1772 entstandenen „Sonnenquartette“ markieren den Moment, in dem aus dem geselligen „Divertimento a quattro“ eine hochkunstvolle Gattung wurde. Johannes Brahms’ Streichquartett a-Moll op. 51 Nr. 2 führt schließlich in die dichte Klangwelt der Romantik. Nach jahrzehntelangem Ringen mit der Gattung gelang Brahms hier eine Musik von großer innerer Spannung und motivischer Feinheit.

Programm

Franz Schubert (1797–1828)
Quartettsatz c-Moll D 703

Allegro assai

Paul Novak
Gardensongs (2024): dances of blooming

Joseph Haydn (1732–1809)
Streichquartett C-Dur op. 20 Nr. 2 (Hob. III:32)

Moderato
Adagio
Menuetto. Allegretto

Fuga a quattro soggetti. Allegro

— Pause —

Johannes Brahms (1833–1897)
Streichquartett a-Moll op. 51 Nr. 2

Allegro non troppo
Andante moderato
Quasi Minuetto. Moderato
Finale. Allegro non assai

Das Alinea-Symbol steht in der Typographie für einen Absatz – für einen Umbruch und den Beginn eines neuen Gedankens. Genau dieser Idee fühlt sich auch das Alinea Quartett verpflichtet. Vier befreundete junge Musiker formierten sich 2020 in München mit dem Ziel, die Bedeutung und Relevanz von Kammermusik in unserer Zeit neu zu denken. In Gesprächskonzerten suchen sie den direkten Dialog mit ihrem Publikum, treten in Austausch mit anderen Künsten und entwickeln innovative Konzertformate. Diese künstlerische Haltung führte das Ensemble bereits zu Auftritten beim Schleswig-Holstein Musik Festival, im Prinzregententheater München, im Musikverein Graz, an der Cambridge University und bei der Biennale Venedig – ebenso aber auch in Grundschulen, Seniorenheime und Kinderkliniken. 

2023 gewann das Quartett den 1. Preis beim XI. Internationalen Wettbewerb „Annarosa Taddei“ in Rom. Bereits 2021 wurde es beim XII. Concorso Internazionale Musica Classica in Filadelfia (Italien) mit dem 1. Preis sowie dem Sonderpreis „Paolo Serrao“ ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde das Ensemble für den Sonderpreis „Ton & Erklärung“ des Bundes der Deutschen Industrie nominiert und in das internationale Netzwerk Le Dimore del Quartetto aufgenommen. Stipendien erhielt das Quartett von der Brahmsgesellschaft Baden-Baden, von Jeunesses Musicales Deutschland sowie seit 2024 von Yehudi Menuhin Live Music Now München.

Seit 2023 studiert das Ensemble bei Prof. Alexander Pavlovsky (Jerusalem Quartett) an der Kunstuniversität Graz. Weitere künstlerische Impulse erhielt das Quartett von renommierten Musikern wie Valentin Erben (Alban Berg Quartett), Jörg Widmann, Eberhard Feltz, Heime Müller und Gregor Sigl (Artemis Quartett), Oliver Wille (Kuss Quartett), Ida Bieler (Melos Quartett) sowie von Mitgliedern des Jerusalem Quartetts, des Marmen Quartetts, des Schumann Quartetts, des Cuarteto Casals und des Goldmund Quartetts.

Konzertreisen führten sie neben Deutschland auch nach Italien, Portugal, Österreich, Frankreich, die Schweiz, Großbritannien und in die Niederlande. Ihr Debütalbum „Le temps perdu“ mit Werken von Maurice Ravel wird 2026 bei Da Vinci Classics erscheinen.

Zum Kartenverkauf

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.